Zwischen den Welten
Über Anpassung, Lebensfreude und die Suche nach dem eigenen Weg
Bewusstsein und Business
Noch immer beschreibt „Bewusst im Business“ gut die Essenz dessen, was mir wichtig ist. Gleichzeitig habe ich in meiner täglichen Arbeit gemerkt, wie abstrakt der Begriff bleibt.
Es ist ein guter Leitfaden. Offen bleibt dabei die Frage, wie ich Bewusstsein konkret im Business und vor allem im Marketing umsetzen kann. Wenn es schon für mich im täglichen Business und meiner eigenen Ausrichtung komplex ist, wie kann ich dann Unternehmerinnen gut darin begleiten. Und noch schwieriger ist dabei, es so zu kommunizieren, dass sich die Menschen angesprochen fühlen und verstehen, was sie von mir bekommen.
Bewusstsein ist kein Konzept, das sich einfach in eine Business-Strategie übersetzen lässt. Es gibt kein Rezept dafür. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Prägungen und Herausforderungen mit.
Je länger ich versucht habe, das Thema greifbar zu machen, desto deutlicher wurde mir, dass mich eigentlich etwas anderes beschäftigt.
Meine Workation mit Svenja Neupert im Mai an der Algarve war der Augenöffner. Wir haben uns hingesetzt und sie hat mich nochmal durch den ganzen Prozess gecoacht, von „Was liebe ich zu tun?“ bis „Was braucht die Welt?“. Wow, das ging mal wieder tief und hat mich mit neuen Erkenntnissen und Ideen gefüllt.
Am Ende war die größte Erkenntnis überraschend einfach: Mein Warum darf bleiben.
Ich möchte Menschen weiterhin inspirieren, begleiten und ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig wurde mir klar, dass es dabei längst nicht nur um Business geht. Sondern um das Leben als Ganzes.
Resignation und Träume
Während ich meinen eigenen Weg entfalte, beobachte ich in meinem persönlichen Umfeld immer mehr Trübsal und Schwermut.
Viele Gespräche drehen sich darum, wer noch wie lange bis zur Rente durchhalten muss. Welche Möglichkeiten es für Altersteilzeit gibt. Wohin man später einmal ziehen möchte, damit die Lebenshaltungskosten günstiger werden oder die Sonne häufiger scheint.
Ein anderes großes Thema ist die Gesundheit. Eigentlich kenne ich nur wenige Menschen, die keine gesundheitlichen Themen haben oder zumindest nicht ständig darüber sprechen.
Und meist schwingt dabei eine gewisse Resignation mit:
„Das ist eben so.“
„Eigentlich geht es uns doch gut.“
„Früher hatten die Menschen ganz andere Probleme.“
Innerlich tauchen bei mir dazu gleich Fragen auf, wie:
Warum verharren wir und ändern nichts?
Warum warten wir darauf, dass das eigentliche Leben irgendwann später beginnt?
Und das alles ist auch ein Spiegel. Denn die eigentliche Frage richtet sich an mich selbst:
Wo lebe ich noch nicht mein eigenes, echtes Leben?
Leistung und Anpassung
Wenn ich zurückblicke, habe ich lange Strecken meines Lebens wunderbar funktioniert. In meiner Kindheit (in der ehemaligen DDR) war die Antwort auf meine vielen Fragen irgendwie immer: „Das ist eben so.“
In der Schule hatte ich sehr gute Leistungen, denn ich konnte mich gut anpassen. Ich dachte nur: Irgendwie muss ich da durch. Später wird es dann besser oder einfacher. Doch dieses „später“ kam nicht. Das Architekturstudium habe ich mit Interesse durchgezogen, aber ohne das Gefühl einer wirklichen Berufung. Auch danach habe ich viele Dinge getan, die sinnvoll waren, vernünftig erschienen oder erwartet wurden.
Bis mich das Leben immer deutlicher darauf hingewiesen hat, dass Anpassung nicht automatisch zu wahrem Glück führt, eher zum Gegenteil. Dieses Geschenk war allerdings nicht besonders schön verpackt. Es kam in Form von emotionalem Schmerz und der Erfahrung, mich selbst beinahe zu verlieren.
Damit wurde klar, dass ich etwas verändern durfte. Mein Weg zu mir selbst hatte begonnen:
Wer bin ich und wie möchte ich leben?
Außen und Innen
Heute merke ich, dass mich im Kern immer dieselbe Frage beschäftigt:
Wie würde ich leben, wenn ich nicht ständig versuchen würde, Erwartungen zu erfüllen?
Lange habe ich gedacht, viele Menschen würden diese Fragen gar nicht stellen. Heute glaube ich eher, dass sie sie spüren – aber keinen Raum dafür haben.
Manche stellen sich diese Frage erst dann, wenn Probleme mit der Gesundheit, in Beziehungen oder im Leben darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht mehr passt.
Oft hören wir unsere eigene Stimme kaum noch oder nur sehr leise.
Freude und Leben
Damit Freude, Gesundheit und Lebendigkeit ins Leben kommen können, begleite ich Menschen weiterhin dabei, ihren eigenen Weg zu entfalten. Nur geht’s jetzt nicht mehr um Business oder persönlich, Beruf oder Familie. Mein Anliegen ist es, endlich wieder unsere vielfältigen Rollen zusammenzubringen. Und alle Aspekte in diesem einen Leben zu vereinen.
Wie lebe ich ein Leben, das wirklich meins ist?
Dabei sehe ich drei Themenfelder, in die ich tiefer eintauchen werde:
Eigene Wege statt Erwartungen
Was, wenn ich mich nicht mehr anpasse?
Was ist wahrer Erfolg?
Wie kann ich meine innere Stimme (wieder) hören?
Freude am Leben
Was macht mir richtig Spaß?
Wann fühle ich mich glücklich?
Wie kann ich täglich mehr Freude in mein Leben bringen?
Gesundheit und Verantwortung
Wie wohl fühle ich mich gerade in meinem Körper?
Wie kann’s mir besser gehen?
Bin ich in meiner Eigenmacht oder wo gebe ich Verantwortung ab?
Ich denke, es geht gar nicht darum, möglichst schnell Antworten zu finden. Entscheidender ist, den Mut zu haben, sich den Fragen zu stellen und ihnen im eigenen Leben nachzugehen.
Es bleibt spannend, wohin mich die Fragen führen. Und ich spüre, dass sie wichtiger sind als viele der Antworten, nach denen ich früher gesucht habe.
Foto: Svenja Neupert
Manchmal beginnt Veränderung mit einem Gespräch. Wenn du spürst, dass dich die Fragen nicht mehr loslassen, melde dich für ein unverbindliches Klarheitsgespräch.
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