echt im leben - 12. Juni 2026 - by Mandy Ahlendorf

Kindheitstrauma verwandeln – und im Business wachsen

Aus Schmerz wird Stärke

Kindheitstrauma verwandeln – und im Business wachsen, Imke Limarys Simons im Interview bei Mandy Ahlendorf, Soul Marketing

Viele Menschen tragen Erfahrungen aus ihrer Kindheit mit sich, die sie bis heute prägen. Oft zeigen sie sich nicht dort, wo wir sie vermuten würden, sondern mitten im Alltag: in Beziehungen, bei Entscheidungen, im Umgang mit uns selbst oder in den Herausforderungen des Berufslebens.

Im Gespräch mit Imke Limarys Simons geht es um die Frage, wie wir mit diesen Erfahrungen umgehen können. Nicht, um die Vergangenheit immer wieder zu analysieren, sondern um zu verstehen, welche Stärken, Fähigkeiten und Potenziale daraus entstanden sind.

Besonders berührt hat mich dabei der Gedanke, dass unsere Geschichte nicht nur Belastung sein muss. Gerade in den Erfahrungen, die wir uns nie ausgesucht hätten, können Fähigkeiten entstehen, die uns heute tragen.

Oder wie Imke es formuliert: Aus Narben werden Wege. Aus Schmerz wird Stärke.

 

Warum Business oft alte Wunden berührt

Gerade in unsicheren Zeiten kommt vieles an die Oberfläche. Imke beschreibt sehr klar, dass wir uns als Menschheit in einem massiven Wandel befinden. Solche Umbrüche lösen fast automatisch Verunsicherung aus. Und für Menschen mit traumatischen Erfahrungen ist Sicherheit etwas Existenzielles.

Wer eine schwierige Kindheit erlebt hat, lebt oft lange in inneren Alarmzuständen, ohne das überhaupt bewusst zu merken. Der Körper ist auf Wachsamkeit eingestellt. Das Nervensystem erwartet Gefahr. Und genau dann wird Business schnell zum perfekten Spiegel.

Plötzlich zeigen sich Themen wie:

  • Angst vor Sichtbarkeit
  • Angst vor Kritik
  • Angst vor Ablehnung
  • Perfektionismus
  • Überarbeitung
  • das Gefühl, nie genug zu sein
  • ständiges Funktionieren
  • Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen

Von außen sieht das oft aus wie ein Marketing-, ein Strategie- oder ein Mindsetproblem. Im Kern ist es viel tiefer. Das Business berührt den alten Schmerz, nicht dazuzugehören, nicht sicher zu sein, nicht gesehen zu werden oder nur dann wertvoll zu sein, wenn Leistung erbracht wird.

Im Gespräch macht Imke sehr deutlich: Wenn jemand im Überlebensmodus lebt, dann wird selbst etwas Schönes anstrengend. Dann fühlt sich Business nicht nach Ausdruck an, sondern nach Bedrohung.

Das Geschenk in schwierigen Erfahrungen

Dieser Gedanke braucht manchmal Zeit, weil er gegen so vieles läuft, was innerlich erst einmal weh tut. Doch Imke sagt sehr klar: Jede schwere Erfahrung trägt auch ein besonderes Geschenk in sich, auch wenn das anfangs überhaupt nicht sichtbar ist.

Bei ihr selbst waren es die Hellsinne, eine tiefe Wahrnehmungsfähigkeit und eine starke Verbindung zu etwas Größerem. Sie beschreibt, dass genau diese Fähigkeiten aus einer frühen Not heraus entstanden sind und später zu einem wichtigen Teil ihres Wirkens wurden.

Das bedeutet nicht, dass Schmerz romantisiert werden soll. Gar nicht. Es bedeutet nur, dass selbst in tiefen Verletzungen etwas angelegt sein kann, das später anderen dient und dem eigenen Leben eine neue Richtung gibt.

Imke spricht in diesem Zusammenhang von einer besonderen Art Ausbildung. Ein harter Satz, aber gerade deshalb so kraftvoll. Denn damit verschiebt sich der Blick. Weg von der Frage: Warum ist mir das passiert? Hin zu der Frage: Was ist dadurch in mir entstanden, das jetzt gebraucht wird?

Sie formuliert es sinngemäß so, dass gerade diejenigen, die viel durchlebt haben, jetzt gefragt sind aufzustehen und zu leuchten. Nicht trotz ihrer Geschichte, sondern auch wegen ihr.

Heilung ist selten ein einziger großer Moment

Viele wünschen sich diesen einen Wendepunkt. Den Moment, in dem plötzlich alles klar ist, sich alles löst und ein neues Leben beginnt. Imke räumt mit dieser Vorstellung ziemlich ehrlich auf.

Bei ihr war es kein Knall und keine eine Offenbarung, nach der alles leicht war. Es war ein Prozess, ein langsames Verstehen, wiederholtes Hinschauen und ehrliches Reflektieren. Und genau das nimmt Druck raus.

Heilung darf sich entwickeln. Wachstum darf in Schritten kommen. Erkenntnisse dürfen reifen.

Was dabei laut Imke zentral ist:

  • Selbstreflexion, also immer wieder ehrlich zu schauen, was gerade passiert
  • Perspektivwechsel, um nicht im Drama der Situation stecken zu bleiben
  • das Erkennen eines größeren Zusammenhangs, also die Möglichkeit, das Erlebte nicht nur als Zerstörung, sondern auch als Wachstumsweg zu sehen

Eine ihrer wichtigsten Erkenntnisse war, dass es nicht um Vernichtung geht, sondern um Wachstum. Dieser Satz kann viel verändern. Denn wer die eigene Geschichte nur als Bruch erlebt, bleibt oft in Ohnmacht. Wer irgendwann erkennt, dass auch Entwicklung darin liegt, bekommt Handlungsspielraum zurück.

Niemals ganz allein: der innere Anker

Ein sehr berührender Teil aus dem Gespräch ist Imkes Beschreibung ihres inneren Ankers. Schon früh hatte sie das Gefühl, mit etwas Größerem verbunden zu sein. Eine Präsenz, ein Wesen, ein Engel, wie auch immer man das nennen möchte. Entscheidend war nicht die Bezeichnung, sondern die Erfahrung:

Ich bin nicht allein.

Dieser Anker hat sie getragen. Er wurde zu einer Verbindung, die auch in dunkelsten Phasen da war.

Selbst wenn jemand spirituell ganz anders auf das Leben schaut, steckt darin etwas Wesentliches: Die Öffnung dafür, dass die sichtbare Realität nicht alles ist. Dass Unterstützung da sein kann. Dass Verbindung möglich ist. Dass der Mensch mehr ist als sein akut erlebter Schmerz.

Gerade für Menschen, die sich früh verlassen, missverstanden oder isoliert gefühlt haben, ist dieser Gedanke heilsam. 

Vergeben heißt nicht vergessen

Ein echter Wendepunkt in Imkes Weg war das Thema Vergebung. Und sie sagt dazu etwas sehr Wichtiges:

"Vergeben heißt nicht vergessen. Loslassen heißt nicht wegwerfen."

Diese Unterscheidung ist zentral. Denn viele wehren sich innerlich gegen Vergebung, weil sie glauben, damit würde das Geschehene verharmlost. Genau das meint Imke nicht. Es geht nicht darum, Unrecht schönzureden. Es geht darum, sich selbst aus der Bindung an das Erlebte zu befreien.

Im Gespräch beschreibt sie, dass sie dem Unfassbaren einen Sinn geben wollte, statt ein Leben lang daran gebunden zu bleiben. Das war für sie ein Game Changer. Denn solange etwas innerlich nur als sinnlose Zerstörung bleibt, trägt man es weiter. Wenn daraus aber eine bewusste Entscheidung entsteht, etwas Eigenes, Kraftvolles daraus zu machen, verändert sich das Verhältnis dazu.

Vergebung ist keine Zustimmung, es ist Selbstbefreiung.

Wie Überlebensstrategien das Business sabotieren

Hier wird es besonders spannend, weil Imke einen Zusammenhang sichtbar macht, den viele erst spät erkennen. Menschen mit traumatischen Erfahrungen sind oft extrem leistungsfähig. Sie können durchziehen, aushalten, funktionieren, alles alleine schaffen und weit über ihre Grenzen gehen.

Von außen wird das häufig bewundert. Innerlich ist es oft ein alter Überlebensmechanismus.

Imke beschreibt sehr offen, wie sie selbst auf diese Weise gelebt hat. Enorme Arbeitsmengen, ständiges Leisten, kaum Rücksicht auf den eigenen Körper, völlige Selbstübergehung. Das sah nach Stärke aus. In Wahrheit war es Raubbau.

Genau darin liegt eine Falle für Selbstständige und Unternehmerinnen. Was als Ehrgeiz verkauft wird, ist manchmal nur ein altes Muster:

  • Ich darf keine Pause machen.
  • Ich muss alles allein tragen.
  • Ich muss mich beweisen.
  • Ich darf keine Schwäche zeigen.
  • Ich muss weitergehen, egal wie es mir geht.

Diese Haltung wirkt kurzfristig produktiv. Langfristig blockiert sie genau das, was eigentlich wachsen soll. Kreativität versiegt. Freude verschwindet. Klarheit geht verloren. Das Business wird schwer, weil die Seele nicht mehr mitkommt.

Imke bringt es sehr deutlich auf den Punkt: Wenn niemand da ist, der einen schlecht behandelt, machen viele es irgendwann unbewusst selbst. 

Radikale Ehrlichkeit mit dir selbst

Ein Begriff, der im Gespräch hängen bleibt, ist radikale Ehrlichkeit. Nicht als Selbstangriff, sondern als liebevolle Nüchternheit.

Imke lädt dazu ein, sich wirklich anzuschauen:

  • Wo erzählt man sich Geschichten, statt hinzusehen?
  • Wo werden Grenzen übergangen?
  • Wo wird etwas entschuldigt, das innerlich längst nicht mehr passt?
  • Wo sagt der Körper schon lange Nein, während der Kopf weiter durchzieht?
  • Wo wird von anderen verlangt, was man sich selbst nicht gibt?

Diese Ehrlichkeit ist nicht immer bequem. Aber sie ist befreiend. Denn nur was bewusst wird, kann sich verändern.

Gerade im Business zeigt sich das oft sehr direkt. Wenn etwas immer wieder nicht funktioniert, lohnt sich der Blick hinter die Oberfläche. Nicht nur: Welche Strategie fehlt? Sondern auch: Welcher innere Anteil erschafft gerade diese Situation?

100 Prozent Verantwortung ohne Selbstbeschuldigung

Ein weiterer wichtiger Punkt aus dem Gespräch ist Imkes Verständnis von Verantwortung. Und ja, das kann triggern. Sie spricht von 100 Prozent Verantwortung für das eigene Leben. Für alles, was da ist.

Wichtig ist dabei die feine, aber entscheidende Unterscheidung: Verantwortung ist nicht dasselbe wie Schuld.

Sie meint damit nicht, dass Menschen Übergriffe, Verletzungen oder Grenzüberschreitungen hinnehmen sollen. Ganz im Gegenteil. Wenn jemand Grenzen verletzt, ist ein klares Nein nötig.

100 Prozent Verantwortung bedeutet eher:

  • Ich bleibe nicht in Ohnmacht.
  • Ich gebe meine Gestaltungskraft nicht ab.
  • Ich schaue, wo ich mich selbst übergehe.
  • Ich erkenne Projektionen.
  • Ich übernehme Verantwortung für mein Glück, meinen Körper und meine Entscheidungen.

Imke beschreibt es so, dass in dem Moment, in dem alles wieder zu einem selbst zurückgenommen wird, auch die Macht zur Veränderung zurückkehrt. Dann sind nicht nur die anderen schuld, sondern es entsteht Raum für echte innere Bewegung.

Und trotzdem gilt: Verantwortung heißt nicht, Übergriffe still zu ertragen. Es heißt gerade auch, Stopp zu sagen, wenn etwas nicht stimmt.

Dieser Punkt ist enorm wichtig, weil er Spiritualität und Selbstverantwortung aus einer gefährlichen Schieflage holt. Nicht alles hinnehmen. Nicht alles wegatmen. Nicht alles schönreden. Sondern bewusst hinschauen, klar handeln und gleichzeitig die eigenen Muster erkennen.

Wenn Kritik, Sichtbarkeit und Ablehnung alten Schmerz aktivieren

Viele Unternehmerinnen kennen das: Eigentlich ist fachlich alles da: Wissen, Erfahrung, Ideen. Und trotzdem gibt es diese innere Bremse - vor dem Posten, dem Zeigen, dem Verkaufen und den Raum einnehmen.

Im Gespräch zeigt Imke, warum das so tief gehen kann. Kritik ist dann nicht einfach nur Kritik. Sichtbarkeit ist nicht einfach nur Sichtbarkeit. Das Nervensystem reagiert, als ginge es um Zugehörigkeit, Sicherheit oder sogar Überleben.

Dann wird aus einem Kommentar plötzlich gefühlte Gefahr. Aus einer Rückmeldung wird Scham. Aus einem Angebot wird das Risiko, abgelehnt zu werden.

Wer diese Mechanismen nicht kennt, hält sich schnell für unfähig oder blockiert. Wer sie erkennt, kann anders damit umgehen. Dann wird verständlich, warum manches so groß wirkt und warum es eben nicht nur um Business geht.

Imke nutzt dafür ein starkes Bild: Wenn ein Auto ständig liegen bleibt, hilft es, den Motor zu verstehen. Nicht, um perfekt zu sein, sondern um keine Angst mehr vor dem Ausfall zu haben. Genauso ist es mit inneren Mustern. Wer sie kennt, kann sich selbst besser halten.

Die BusinessSoul: Wenn auch das Business eine Seele hat

Einer der prägendsten Momente in Imkes Geschichte war die Begegnung mit dem, was sie später als BusinessSoul beschrieben hat. In einer Phase völliger Erschöpfung nahm sie die Seele ihres Business wahr. Und dieser Eindruck hat sie tief erschüttert.

Sie erkannte, dass nicht nur sie selbst ausgelaugt war, sondern dass auch ihr Business unter der Art litt, wie sie arbeitete: zu viel Druck, zu viel Überlebensmodus und zu wenig Verbindung.

"Alles ist beseelt. Auch ein Business."

Ob man dieses Bild nun spirituell, intuitiv oder symbolisch versteht, die Botschaft ist kraftvoll. Ein Business ist nicht nur ein Konstrukt aus Angebot, Umsatz und Strategie. Es ist ein lebendiger Ausdruck, eine Verbindung, eine Energieform. Und wenn es dauerhaft aus Erschöpfung, Selbstverleugnung oder Härte geführt wird, verliert es an Kraft.

Für Imke war diese Erkenntnis der Punkt, an dem sie alles verändert hat. Sie trennte sich von vielem, was sie vorher aufgebaut hatte, stellte Strukturen komplett um und richtete ihr Wirken neu aus.

Der Auslöser war ein tieferes Verstehen: Warum waren so viele großartige Selbstständige gescheitert, obwohl sie talentiert, fleißig und engagiert waren? Weil Erfolg ohne Verbindung zur eigenen Seele und zur Seele des Business oft in Selbstzerstörung kippt.

Weniger Arbeitszeit, mehr Erfolg

Was an Imkes Weg besonders eindrücklich ist: Sie spricht nicht aus einer Theorie heraus. Sie kennt extremes Arbeiten, Mitarbeiterverantwortung, Produktion, hohe Belastung und ein Business, das nach außen erfolgreich wirkte.

Und trotzdem sagt sie heute, dass sie jetzt erfolgreicher ist als je zuvor - und das mit deutlich weniger Arbeitszeit. Das ist kein Aufruf zum Nichtstun. Imke arbeitet viel. Aber der Unterschied liegt in der Qualität. Arbeit darf nährend sein statt zerstörerisch.

Das ist eine der wichtigsten Fragen aus dem Gespräch:

Stärkt dich das, was du gerade tust, oder schwächt es dich?

Daran lässt sich oft sehr viel ablesen. Es geht nicht nur darum, wie viel gearbeitet wird - sondern wie: aus welchem inneren Zustand heraus, mit welcher Haltung und in welcher Verbindung.

Alte Glaubenssätze über Erfolg und Leistung

Ein spannender Aspekt im Gespräch ist auch der Blick auf Generationen. Viele tragen noch sehr alte Botschaften in sich: Sei brav. Sei fleißig. Hinterfrage nicht. Streng dich an. Nur was weh tut, bringt dich weiter.

Solche Sätze sitzen oft tiefer, als einem bewusst ist. Und sie prägen das Business massiv.

Dann wird Erfolg automatisch mit Härte verknüpft. Dann fühlt sich Freude fast verdächtig an. Und dann entsteht unbewusst die Überzeugung, dass es nicht leicht sein darf.

Imke macht klar, dass diese Muster nicht einfach persönliche Macken sind. Sie haben oft biografische und Generationen-übergreifende Wurzeln. Das zu erkennen, nimmt Scham raus. Und gleichzeitig macht es frei, neue Entscheidungen zu treffen.

Warum Struktur heilt und nicht einengt

Ein weiteres Missverständnis räumt Imke sehr schön auf: Struktur ist nicht automatisch hart oder einschränkend. Gerade für Menschen mit traumatischen Erfahrungen kann gute Struktur extrem heilsam sein.

Wichtig ist nur, welche Struktur gemeint ist.

Es geht um eine nährende Struktur, um Klarheit, Verlässlichkeit und Orientierung. Besonders für Solopreneurinnen ist das wertvoll. Wer allein arbeitet, braucht oft einen Rahmen, der trägt. Einen Tagesablauf, Prioritäten, Übergänge und bewusste Entscheidungen, was wann dran ist.

Eine nährende Struktur kann zum Beispiel bedeuten:

  • klare Arbeitszeiten statt Dauerverfügbarkeit
  • bewusste Pausen statt Zusammenbruch
  • feste Räume für Kreativität, Administration und Sichtbarkeit
  • einen Tagesbeginn, der Verbindung schafft statt sofortigem Reagieren
  • Flexibilität innerhalb eines stabilen Rahmens

Im Gespräch wird schön deutlich: Wenn die Struktur die eigene ist, fühlt sie sich nicht wie Zwang an. Dann unterstützt sie.

Die Adlerperspektive: eine einfache Übung mit großer Wirkung

Eine der praktischsten Übungen, die Imke teilt, ist die sogenannte innere Dachterrasse oder Adlerperspektive. Die Idee ist einfach und gerade deshalb so wirksam: innerlich einen Schritt zurücktreten und von oben auf sich selbst, das eigene Leben und das aktuelle Geschehen schauen.

Warum hilft das so sehr?

  • Es unterbricht den akuten Druck.
  • Es schafft Abstand zur inneren Verstrickung.
  • Es erinnert daran, dass nicht alles sofort lebensentscheidend ist.
  • Es bringt Humor und Weite zurück.
  • Es macht die Verbindung zum eigenen nächsten Schritt wieder spürbar.

Imke beschreibt dieses Bild sehr lebendig: von oben auf das eigene Rennen, Funktionieren und Tun zu schauen, fast wie in Zeitraffer. Das macht Manches plötzlich erstaunlich klar. Und manchmal auch absurd komisch.

Gerade wenn der Kopf dröhnt und alles zu viel wird, kann diese Übung eine Unterbrechung sein, die zurück zu dir führt.

So kann die Übung aussehen

  1. Schließe kurz die Augen oder richte den Blick weich.
  2. Stell dir vor, du gehst innerlich auf eine Dachterrasse oder in eine Adlerperspektive.
  3. Sieh von oben auf dich, deinen Tag, dein Business, dein aktuelles Thema.
  4. Nimm wahr, ohne sofort zu bewerten.
  5. Frag dich dann: Was ist jetzt wirklich der nächste stimmige Schritt?

Es geht nicht darum, alles sofort zu lösen. Sondern wieder spürbar zu werden für dich selbst.

Aus dem Tief zurück in die Kraft

Was also tun, wenn gerade alles schwer wirkt? Wenn Zweifel laut sind, der Markt unruhig ist und das eigene Business sich eher nach Fragezeichen als nach Klarheit anfühlt? Im Gespräch zeichnet Imke einen Weg zurück in die Kraft, der nicht auf Selbstdruck basiert, sondern auf Bewusstheit.

Diese Schritte lassen sich daraus mitnehmen:

  • Stopp den Automatismus. Nicht einfach weiter funktionieren, wenn innen alles eng wird.
  • Wechsle die Perspektive. Raus aus der Verwicklung, rein in die Beobachtung.
  • Werde radikal ehrlich. Was stimmt gerade wirklich nicht?
  • Nimm deinen Körper ernst. Er ist laut Imke das genialste Feedbacksystem überhaupt.
  • Setze Grenzen. Kein spirituelles Schönreden, sondern klares Nein, wenn etwas nicht passt.
  • Schau auf die Wiederholung. Wo inszenierst du alte Muster immer wieder neu?
  • Erlaube dir Nährendes. Nicht alles, was anstrengend ist, ist deshalb richtig.
  • Richte dich auf deinen Platz aus. Nicht aus Ego, sondern aus Verantwortung im größeren Ganzen.

Besonders stark finde ich Imkes Gedanke, dass es heute nicht mehr nur um die Möglichkeit geht, den eigenen Platz einzunehmen, sondern um eine Art innere Pflicht. Nicht im harten Sinn, sondern im Sinn von: Dein Wesen, deine Erfahrung, deine Gaben werden gebraucht.

Dein Business darf Ausdruck deiner Essenz sein

Gerade im Marketing und in der Businesswelt gibt es unendlich viele Stimmen, Strategien und Meinungen. Jeder weiß irgendetwas besser. Jeder empfiehlt noch einen Kanal, noch eine Methode, noch einen Funnel, noch mehr Sichtbarkeit. All das kann helfen. Und gleichzeitig kann es komplett von dir wegführen, wenn die innere Ausrichtung fehlt.

Im Gespräch wird sehr deutlich: Wenn die Seele, die Intuition und die eigene Wahrheit wieder mehr Raum bekommen, klären sich viele Fragen schneller. Nicht unbedingt im Sinn fertiger Patentlösungen, aber im Sinn von innerer Stimmigkeit.

Dann geht es nicht mehr nur um: Was funktioniert irgendwo?

Sondern um:

  • Was passt zu mir?
  • Was nährt mich?
  • Was ist wirklich meins?
  • Wie will ich arbeiten?
  • Was will durch mich in die Welt?

Genau da beginnt essenzbasiertes Business. Nicht angepasst, nicht aufgesetzt, nicht nur strategisch. Sondern echt.

Sanfter mit dir sein ist kein Luxus

Ein leiser, aber sehr kraftvoller Faden im ganzen Gespräch ist Sanftheit, als neue Qualität im Umgang mit sich selbst.

Viele, die eine schwierige Geschichte haben, kennen Härte in- und auswendig. Was oft fehlt, ist ein liebevoller innerer Umgang. Ein Ton, der nicht antreibt, beschämt oder kleinmacht.

Deshalb ist Sanftheit nicht nebensächlich. Sie ist Teil der Heilung.

Sie zeigt sich zum Beispiel darin:

  • mit sich zu sprechen wie mit einem geliebten Menschen
  • nicht jeden inneren Rückschritt zu dramatisieren
  • dem Körper zu glauben
  • Pausen nicht erst zu erlauben, wenn nichts mehr geht
  • nicht jede Herausforderung als Beweis des eigenen Versagens zu interpretieren

Würdest du so mit deiner besten Freundin sprechen, wie du manchmal mit dir sprichst? Meist ist die Antwort ziemlich klar.

 

🎧 Diese Folge gibt es auch als Podcast.
→ Jetzt anhören

 

 

 

FAQ

  • Warum tauchen gerade im Business so viele alte Themen auf?
    Weil Business eng mit Sichtbarkeit, Wert, Grenzen, Geld, Verantwortung und Zugehörigkeit verbunden ist. Genau diese Bereiche berühren oft alte Prägungen aus der Kindheit. Wenn früh Unsicherheit, Ablehnung oder Überforderung erlebt wurden, kann das Business diese Muster wieder aktivieren.
  • Kann aus einer schwierigen Kindheit wirklich Stärke entstehen?
    Ja, auch wenn das nicht sofort so fühlbar ist. Imke zeigt, dass in schweren Erfahrungen oft besondere Fähigkeiten angelegt sind, etwa tiefe Wahrnehmung, Mitgefühl, Klarheit, Intuition oder enorme Wandlungskraft. Entscheidend ist, diese Gaben bewusst herauszuarbeiten, statt nur im Schmerz stecken zu bleiben.
  • Was bedeutet Vergebung in diesem Zusammenhang?
    Vergebung bedeutet nicht, etwas gutzuheißen oder zu vergessen. Es geht darum, sich aus der inneren Bindung an das Erlebte zu lösen. Vergebung ist hier ein Akt der Selbstbefreiung, nicht der Verharmlosung.
  • Was ist mit Überlebensstrategie im Business gemeint?
    Damit sind Verhaltensweisen gemeint, die früher einmal geholfen haben zu überleben, heute aber schaden. Zum Beispiel extremes Funktionieren, alles allein machen, keine Pausen zulassen, Grenzen übergehen oder sich ständig beweisen wollen. Im Business wird das oft fälschlich als besondere Stärke gesehen, obwohl es langfristig erschöpft und blockiert.
  • Was versteht Imke unter BusinessSoul?
    Imke beschreibt damit die Seele des Business. Also die lebendige, beseelte Ebene eines Unternehmens oder einer Selbstständigkeit. Ein Business ist in ihrer Sicht nicht nur ein funktionales System, sondern ein Ausdruck von Energie, Essenz und innerer Wahrheit. Wenn diese Ebene missachtet wird, entsteht oft Schwere oder Erschöpfung.
  • Wie kann der erste praktische Schritt aus einem Tief aussehen?
    Eine gute erste Übung ist der Perspektivwechsel. Imke empfiehlt, innerlich auf eine Art Dachterrasse zu gehen und von oben auf das eigene Leben und das aktuelle Problem zu schauen. Das schafft Abstand, reduziert Druck und hilft dabei, den nächsten stimmigen Schritt wieder zu spüren.
  • Ist Leichtigkeit im Business realistisch oder nur ein schönes Ideal?
    Leichtigkeit heißt nicht, nichts zu tun. Es heißt, dass das eigene Tun nährend ist statt zerstörerisch. Arbeit darf intensiv sein und trotzdem stimmig. Der entscheidende Unterschied ist, ob das, was getan wird, Energie gibt oder dauerhaft Energie entzieht.
  • Warum ist Struktur für traumabelastete Unternehmerinnen so wichtig?
    Weil gute Struktur Sicherheit, Orientierung und Halt schafft. Gerade wenn innerlich schnell Chaos oder Überforderung entstehen, hilft ein klarer, nährender Rahmen. Wichtig ist, dass diese Struktur nicht hart und strafend ist, sondern unterstützend und liebevoll.

 

Veränderung beginnt mit einem ehrlichen Innehalten, mit dem Mut, hinzuschauen - und der Entscheidung, nicht länger gegen sich selbst zu arbeiten.

Im Gespräch zeigt Imke genau das. Dass selbst aus tiefen Wunden Wege entstehen können. Dass Leichtigkeit nichts Oberflächliches ist, sondern oft das Ergebnis innerer Wahrheit. Und dass ein Business dann wirklich wachsen kann, wenn nicht nur die Strategie stimmt, sondern auch die Seele mitkommt.

Vielleicht ist genau das die Einladung: dich nicht länger an alten Maßstäben zu messen, sondern neu zu fragen, was durch dich in die Welt will. Nicht gegen deine Geschichte. Sondern in bewusster Verbindung mit dem, was sie in dir hervorgebracht hat.

 

Angebot von Imke
Buchbeitrag „Grenzenlos einzigartig“

 

Imke Limarys Simons steht für Business, Klarheit und Wachstum – besonders für Unternehmerinnen, die eine herausfordernde Kindheit erlebt haben.
Ihr Credo: Aus Narben werden Wege. Aus Schmerz wird Stärke.

Seit über 35 Jahren ist Imke Unternehmerin: als Grafikerin, hellsinnige Begleiterin, Mentorin – und heute vor allem als BusinessSoulGuide, ein Begriff, der ihre Arbeit am besten beschreibt. Sie ist die Urheberin des BusinessSoulConceptes, hat über 10 Jahre Offline-Seminare gegeben und bereits rund 1000 Klienten begleitet – viele davon mit tiefgreifenden Kindheitserfahrungen, die im Business sichtbar werden.

Imkes Arbeit verbindet innere Heilung, energetisches Bewusstsein und klare Schritte für ein wahrhaftiges Businesswachstum. Sie zeigt, wie aus alten Verletzungen Kraft entsteht – und wie du mit deiner Business-Seele ein Business aufbaust, das nicht nur erfolgreich, sondern echt und stimmig ist.

 

Hier triffst du Imke:

Manchmal beginnt Veränderung mit einem Gespräch. Wenn du spürst, dass es Zeit ist hinzuschauen, melde dich für ein unverbindliches Klarheitsgespräch.

Zwischen den Welten

Die wichtigste Erkenntnis der letzten Monate war überraschend einfach: Mein Warum darf bleiben. Verändert hat sich vor allem die Frage, die mich heute bewegt – und die Richtung, in die ich mit meiner Arbeit gehe.