echt im leben - 9. Oktober 2026 - by Mandy Ahlendorf

Sonne, Meer – und trotzdem angespannt

Wenn Stille laut wird

Mandy Ahlendorf am Strand an der Algarve, mit Meer und Felsen im Hintergrund

Sonne, Meer, Natur, Ruhe. Arbeiten unter freiem Himmel, zwischendurch wandern, mit anderen Menschen zusammen sein und vor allem auch einfach mal nichts tun. So hatte ich mir meine verlängerte Sommerzeit an der Algarve vorgestellt. Und das zeigen die Fotos auch. Nur für mich fühlte es sich mittendrin ganz anders an.


Ich hatte mich so auf diese Zeit gefreut. Normalerweise brauche ich gar nicht viel, um mich einfach gut zu fühlen. Die Sonne scheint, ich bin draußen in der Natur, habe etwas Schönes vor – und schon spüre ich Vorfreude und kann's kaum erwarten.

Doch ausgerechnet diesmal war alles viel schwerer. Tagelang besuchten mich meine Kopfschmerzen wieder, wie schon seit Monaten nicht mehr. Mein Nervensystem war so empfindlich, dass mich zeitweise schon die alltäglichen Geräusche der Nachbarn anstrengten. Ich war körperlich angespannt und kam morgens kaum aus dem Bett. Ich fühlte mich schwer, gedämpft, irgendwie neutral.

Und das, obwohl ich an einem so schönen, hellen und leichten Ort war. Das hat mich dann doch überrascht. Ich hatte Entspannung erwartet, Leichtigkeit und Freude. Stattdessen reagierte mein Körper auf die Ruhe erst einmal mit Anspannung und Erschöpfung.

 

Was sich zeigen darf, wenn wir zur Ruhe kommen

Mir wurde klar, dass eine passende Umgebung allein nicht ausreicht, um wirklich zur Ruhe zu kommen. Es braucht auch die innere Erlaubnis und Bereitschaft dazu.

Ich hatte mir diese Reise ganz bewusst erlaubt. Schon bei der Entscheidung, den Sommer zu verlängern, hatte ich meinem Gefühl vertraut, obwohl mein Kopf zunächst jede Menge Einwände hatte. Und trotzdem gab es offenbar noch einiges in mir, das nicht so einfach loslassen wollte.

In der Ruhe zeigten sich Themen, die ich längst bearbeitet glaubte. Manchmal waren es Begegnungen mit Menschen oder bestimmte Situationen, die etwas in mir auslösten. Manchmal einfach ein Gefühl, dem ich genauer nachgegangen bin.

 

 

Da waren Fragen nach meinen eigenen Bedürfnissen, nach Erwartungen und Verantwortung. Wie oft will ich mehr, als mein Körper gerade kann? Warum fühlt sich Nichtstun so schwer an? Und was bleibt von mir, wenn ich nichts leiste, nichts erledige und mein Dasein nicht rechtfertigen muss?

Einige dieser Fragen begleiten mich schon lange. Und trotzdem gab es offenbar noch weitere Schichten, die angeschaut werden wollten. Mit THEKI® habe ich immer wieder mit dem gearbeitet, was sich gerade zeigte. Manchmal war das ziemlich intensiv. Und obwohl ich aus Erfahrung weiß, dass es sich danach oft leichter anfühlt, vergesse ich das mittendrin erstaunlich schnell.


Und dann wurde es leichter

Die letzten Tage an der Algarve konnte ich sie wieder fühlen: diese Leichtigkeit, die Freude und vor allem eine innere Freiheit, die ich mir für diese Wochen gewünscht hatte. Ich fuhr nochmal spontan an eine kleine Bucht, ohne große Küstenwanderung, setzte mich in den Sand und genoss einfach die Sonne und das Rauschen der Wellen. 

 

Gleichzeitig lief der innere Prozess noch weiter. Selbst auf der Rückreise habe ich die Zeit im Flugzeug und im Bus genutzt, um weiter Traumen und Programme zu transformieren und Neues zu integrieren. In den ersten Tagen zurück in Deutschland fühlte ich mich noch ziemlich zwischen den Welten. Ein paar Tage mehr in Portugal hätten mir gutgetan, um auch innerlich in Ruhe anzukommen.

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückschaue, war sie ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Und gleichzeitig war sie genau der Raum, den ich offenbar gebraucht habe.

Ich hatte mir erlaubt, ans Meer zu fahren, weniger zu müssen und mehr zu leben. Und durfte dabei noch einmal genauer hinschauen, was mich innerlich daran hindert, das auch wirklich zu genießen.

 

Es hat mal wieder bestätigt, dass es nie vor allem ums Außen geht. Sind wir im Innern nicht bereit, kann das Außen noch so vollkommen sein und trotzdem können wir es nicht genießen.

 

Ganz herzlichen Dank an Dich, liebe Svenja Neupert, und Deine Familie für Eure wunderbare Gastfreundschaft, die vielen schönen Gespräche, gemeinsamen Ausflüge, das leckere Essen und die besonderen Momente beim Singen am Lagerfeuer. Ihr habt diese Zeit für mich wieder ganz besonders gemacht.  🧡

 

 

Wenn wir im Business festhängen

Manchmal kommen wir bei einer Entscheidung nicht weiter oder geraten immer wieder in ähnliche Situationen. Dabei liegt die Ursache nicht unbedingt dort, wo wir sie vermuten. Warum es sich lohnt, genauer hinzuschauen – und was dadurch möglich wird.

Zwischen den Welten

Die wichtigste Erkenntnis der letzten Monate war überraschend einfach: Mein Warum darf bleiben. Verändert hat sich vor allem die Frage, die mich heute bewegt – und die Richtung, in die ich mit meiner Arbeit gehe.